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Was kostet ein E-Check? Preise & Kosten 2026 im Überblick

Erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie für einen E-Check rechnen müssen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und wie Sie den E-Check steuerlich absetzen können.

E-Check Kosten: Ein Überblick

Der E-Check ist eine Investition in die Sicherheit Ihrer Immobilie – und eine, die sich finanziell lohnt. Denn die Kosten der Elektroprüfung stehen in keinem Verhältnis zu den möglichen Schäden durch defekte Elektrik: Brände, Personenschäden oder der Verlust des Versicherungsschutzes können schnell sechsstellige Beträge erreichen.

Die Kosten für einen E-Check variieren je nach Größe, Alter und Zustand des Gebäudes. Im Folgenden geben wir Ihnen einen detaillierten Überblick über die typischen Preise in 2026.

Typische E-Check Kosten für Wohnungen

Für Mietwohnungen und Eigentumswohnungen gelten folgende Richtwerte:

  • Kleine Wohnung (1-2 Zimmer, bis 50 m²): ca. 100 – 150 Euro
  • Mittlere Wohnung (3 Zimmer, 50-80 m²): ca. 120 – 180 Euro
  • Große Wohnung (4+ Zimmer, über 80 m²): ca. 160 – 250 Euro

Diese Preise beinhalten die vollständige Prüfung aller Stromkreise, Steckdosen, Schalter und fest installierten Geräte sowie den ausführlichen Prüfbericht mit E-Check-Plakette. Die genauen Kosten hängen vor allem von der Anzahl der Stromkreise ab. Eine typische 3-Zimmer-Wohnung hat 8 bis 12 Stromkreise – für Wohnungen mit mehr Stromkreisen (z.B. durch nachträgliche Erweiterungen) steigt der Preis entsprechend.

Mehr zum E-Check für Wohnungen finden Sie auf unserer Leistungsseite. Für Vermieter ist der E-Check besonders relevant – die Kosten können als Betriebskosten umgelegt werden.

Typische E-Check Kosten für Eigenheime

Eigenheime sind in der Regel umfangreicher als Wohnungen, weshalb die Kosten höher ausfallen:

  • Einfamilienhaus (Standardgröße, bis 120 m²): ca. 180 – 300 Euro
  • Größeres Einfamilienhaus (120-200 m²): ca. 250 – 400 Euro
  • Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung: ca. 300 – 500 Euro
  • Zweifamilienhaus: ca. 350 – 550 Euro

Bei Eigenheimen kommen häufig zusätzliche Prüfpunkte hinzu, die in einer Wohnung nicht vorhanden sind: Außenbeleuchtung, Gartensteckdosen, Garage, Saunaanschluss, Wallbox für Elektroautos, Photovoltaikanlage oder eine Wärmepumpe. All diese Installationen erhöhen den Prüfaufwand und damit die Kosten.

Besonders bei Altbauten kann der Prüfaufwand höher sein, da die Dokumentation der Elektroinstallation oft unvollständig ist und die Prüfung sorgfältiger erfolgen muss.

Typische E-Check Kosten für Gewerbe

Im gewerblichen Bereich variieren die Kosten stark, da Gewerbeimmobilien sehr unterschiedlich sind:

  • Kleines Büro (bis 100 m²): ca. 200 – 350 Euro
  • Ladenlokal: ca. 250 – 450 Euro
  • Praxis oder Kanzlei: ca. 300 – 500 Euro
  • Werkstatt oder Produktionsbetrieb: ab ca. 500 Euro, je nach Umfang
  • Großer Gewerbebetrieb: individuelle Kalkulation erforderlich

Für Gewerbetreibende kommt zusätzlich die DGUV Vorschrift 3 Prüfung (ehemals BGV A3) in Betracht. Diese umfasst neben der ortsfesten Installation auch alle ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel (Computer, Drucker, Kaffeemaschinen, Werkzeuge etc.). Die Kosten pro Gerät liegen typischerweise bei 3 bis 8 Euro. Bei einer größeren Anzahl von Geräten bieten wir Staffelpreise an.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

Die Kosten eines E-Checks werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Wenn Sie diese kennen, können Sie die Kosten besser einschätzen:

  • Anzahl der Stromkreise: Dies ist der wichtigste Preisfaktor. Jeder Stromkreis muss einzeln geprüft werden – mit Isolationsmessung, Schleifenimpedanzmessung und RCD-Test. Je mehr Stromkreise, desto mehr Zeit benötigt die Prüfung.
  • Gebäudegröße und Fläche: Die Quadratmeterzahl gibt eine grobe Orientierung, ist aber weniger ausschlaggebend als die Anzahl der Stromkreise.
  • Alter der Elektroinstallation: In Altbauten mit veralteter Elektrik dauert die Prüfung länger, da die Dokumentation oft fehlt und die Installation aufwändiger zu prüfen ist.
  • Zugänglichkeit: Sind alle Verteilerkästen, Steckdosen und Anschlüsse frei zugänglich? Zugestellte oder schwer erreichbare Installationen erhöhen den Zeitaufwand.
  • Besondere Installationen: Zusätzliche Prüfpunkte wie Photovoltaikanlagen, Wallboxen, Saunaanschlüsse, Gartenbeleuchtung oder Aufzüge erhöhen den Prüfumfang.
  • Anfahrtsweg: Je nach Entfernung kann eine Anfahrtspauschale anfallen. In unserem Kerngebiet – Bottrop, Essen, Oberhausen, Gladbeck und Umgebung – ist die Anfahrt in der Regel bereits im Preis enthalten.
  • Anzahl der Einheiten: Vermieter, die mehrere Wohneinheiten gleichzeitig prüfen lassen, profitieren von Mengenrabatten.

Steuerliche Absetzbarkeit des E-Checks

Die gute Nachricht: In vielen Fällen können Sie die Kosten des E-Checks steuerlich geltend machen.

Für Vermieter

Vermieter können die Kosten des E-Checks als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzen. Der E-Check zählt zu den Erhaltungsaufwendungen und mindert somit die Steuerlast.

Für Eigenheimbesitzer

Selbstnutzer können die Arbeitskosten des E-Checks (also den Lohnanteil, nicht das Material) als haushaltsnahe Handwerkerleistung nach § 35a Abs. 3 EStG von der Steuer absetzen. 20 Prozent der Lohnkosten (maximal 1.200 Euro pro Jahr für alle Handwerkerleistungen zusammen) werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Wichtig: Die Rechnung muss per Überweisung bezahlt werden – Barzahlung wird vom Finanzamt nicht anerkannt.

Für Gewerbetreibende

Unternehmen können die gesamten E-Check Kosten einschließlich der DGUV V3 Prüfung als Betriebsausgaben in voller Höhe absetzen. Die Vorsteuer ist dabei erstattungsfähig.

Tipps zum Sparen bei den E-Check Kosten

  1. Mehrere Einheiten bündeln: Wenn Sie als Vermieter mehrere Wohnungen im selben Gebäude prüfen lassen, fällt die Anfahrt nur einmal an und die Abwicklung ist effizienter.
  2. Gute Vorbereitung: Sorgen Sie dafür, dass alle Verteilerkästen frei zugänglich sind und keine Möbel vor Steckdosen stehen. Das spart dem Elektriker Zeit – und Ihnen Geld.
  3. Unterlagen bereithalten: Wenn Sie Pläne der Elektroinstallation, Protokolle früherer Prüfungen oder den Installationsplan zur Verfügung stellen, beschleunigt das die Prüfung erheblich.
  4. Regelmäßig prüfen lassen: Klingt paradox, spart aber tatsächlich Geld. Bei regelmäßigen Prüfungen alle 4 Jahre ist der Aufwand geringer als bei einer Erstprüfung nach vielen Jahren ohne Kontrolle.
  5. Steuervorteile nutzen: Nutzen Sie die oben beschriebenen steuerlichen Absetzungsmöglichkeiten – das reduziert die effektiven Kosten erheblich.

Fazit: E-Check Kosten sind eine lohnende Investition

Die Kosten für einen E-Check bewegen sich im überschaubaren Rahmen: Für eine Wohnung zahlen Sie zwischen 249 und 389 Euro, für ein Eigenheim zwischen 180 und 400 Euro. Gemessen am Schutz, den die Prüfung bietet – vor Bränden, Unfällen, Haftungsrisiken und Versicherungsverlust – ist das eine der sinnvollsten Investitionen in Ihre Immobilie.

Fordern Sie jetzt Ihr individuelles Angebot an: Kontaktieren Sie uns oder rufen Sie direkt an unter 02041 / 723 14 15.

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