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Ein Wasserschaden gehört zu den häufigsten und zugleich gefährlichsten Schadensereignissen im Gebäude. Sobald Wasser mit der Elektroinstallation in Berührung kommt, besteht akute Lebensgefahr durch Stromschläge und Brandgefahr. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Gefahren drohen, wann ein E-Check verpflichtend ist und wie Sie sich und Ihre Familie schützen.
Wasser ist ein hervorragender elektrischer Leiter – insbesondere wenn es Mineralien und Salze enthält, wie es bei Leitungswasser, Regenwasser oder Abwasser der Fall ist. Kommt dieses Wasser mit der Elektroinstallation in Kontakt, können die Folgen verheerend sein. Die elektrischen Eigenschaften der gesamten Installation verändern sich grundlegend.
Zunächst sinkt der Isolationswiderstand der betroffenen Leitungen dramatisch ab. Dieser Widerstand ist die zentrale Schutzbarriere, die verhindert, dass Strom aus den Leitungen in die umgebenden Bauteile, Wände oder Metallkonstruktionen fließt. Normgerecht muss der Isolationswiderstand mindestens 1 Megaohm betragen (mehr dazu in unserem Ratgeber Prüfbericht verstehen). Bei Durchfeuchtung kann dieser Wert auf wenige Kiloohm oder sogar noch weiter absinken.
Die Konsequenzen sind vielfältig: Es können Kriechströme entstehen, die zunächst unbemerkt durch feuchte Wände oder Decken fließen. Diese Kriechströme erzeugen Wärme und können über längere Zeit zu Schwelbränden führen. Besonders tückisch ist, dass die Gefahr nicht sofort erkennbar ist – ein Schwelbrand kann sich über Tage oder Wochen entwickeln, bevor er ausbricht.
Darüber hinaus kommt es zu Korrosion an den Kontaktstellen. Kupferleitungen, Klemmen und Schraubverbindungen oxidieren durch den Kontakt mit Feuchtigkeit. Diese Korrosion erhöht den Übergangswiderstand an den Verbindungsstellen, was wiederum zu lokaler Überhitzung führen kann. In Verteilerdosen, die besonders anfällig sind, können solche Übergangswiderstände Temperaturen von mehreren hundert Grad erzeugen.
Bei einem E-Check für Wohnungen werden genau diese Parameter gemessen und bewertet. Ein Elektrofachbetrieb kann feststellen, ob die Installation noch sicher betrieben werden kann oder ob Teile erneuert werden müssen.
Die Gefahren, die von Feuchtigkeit in der Elektroinstallation ausgehen, werden häufig unterschätzt. Dabei ist die Kombination von Wasser und Strom eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände und Stromunfälle in Deutschland. Jährlich sterben in Deutschland etwa 600 Menschen durch Brände, ein erheblicher Anteil davon wird durch fehlerhafte Elektroinstallationen verursacht.
Die konkreten Gefahren lassen sich in mehrere Kategorien einteilen:
Um all diese Gefahren professionell bewerten zu können, ist ein E-Check für Eigenheime die richtige Maßnahme. Dabei werden Isolationswiderstände gemessen, RCD-Schutzschalter getestet und alle betroffenen Bereiche systematisch überprüft.
Die Frage, ob ein E-Check nach einem Wasserschaden verpflichtend ist, lässt sich nicht pauschal beantworten – es kommt auf den Umfang des Schadens und die betroffenen Bereiche an. Grundsätzlich gilt jedoch: Sobald Wasser in relevante Teile der Elektroinstallation eingedrungen ist, ist eine Überprüfung durch einen Elektrofachbetrieb dringend anzuraten und in vielen Fällen sogar rechtlich geboten.
Ein E-Check ist in folgenden Situationen als Pflicht anzusehen:
Nach der DIN VDE 0100-600 muss jede elektrische Anlage nach einer wesentlichen Änderung oder nach einem Ereignis, das die Sicherheit beeinträchtigen könnte, erneut geprüft werden. Ein Wasserschaden fällt eindeutig in diese Kategorie. Die Prüfung muss von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden und umfasst Sichtprüfung, Messung des Isolationswiderstands, Prüfung der Schutzmaßnahmen und Funktionsprüfung aller Schutzeinrichtungen.
Weitere Informationen zu den Versicherungsaspekten finden Sie in unserem Ratgeber zum E-Check und Versicherung.
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Bei einem Wasserschaden, der die Elektroinstallation betrifft, spielt die Versicherung eine zentrale Rolle. Je nach Art des Schadens sind unterschiedliche Versicherungen zuständig, und die Anforderungen an die Dokumentation sind hoch. Ein professioneller E-Check ist dabei nicht nur sicherheitstechnisch, sondern auch versicherungsrechtlich von großer Bedeutung.
Die Gebäudeversicherung deckt in der Regel Schäden an der fest installierten Elektroinstallation ab – also Leitungen, Verteilerdosen, Sicherungskasten und fest eingebaute Schalter und Steckdosen. Die Hausratversicherung kommt für Schäden an beweglichen elektrischen Geräten auf, beispielsweise Waschmaschinen, Trockner oder Kühlschränke, die durch den Wasserschaden beschädigt wurden.
Wichtig ist die Elementarschadenversicherung: Schäden durch Hochwasser, Starkregen oder Rückstau sind nur dann versichert, wenn eine entsprechende Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde. Diese ist nicht automatisch in der Gebäude- oder Hausratversicherung enthalten und muss separat vereinbart werden.
Für die Schadensregulierung ist eine lückenlose Dokumentation entscheidend. Dazu gehören:
Als zertifizierter Fachbetrieb erstellen wir bei ALBOUSH Elektrotechnik Prüfprotokolle, die von allen Versicherungen anerkannt werden. Die Kosten für den E-Check nach Wasserschaden können Sie auf unserer Kostenseite einsehen.
Wenn Sie einen Wasserschaden bemerken, der die Elektroinstallation betreffen könnte, ist schnelles und besonnenes Handeln gefragt. Die folgenden Sofortmaßnahmen können Leben retten und weitere Schäden verhindern. Beachten Sie dabei stets: Ihre eigene Sicherheit hat oberste Priorität.
Wichtig: Sicherheit geht vor!
Betreten Sie niemals einen überfluteten Raum, in dem die Elektroinstallation noch unter Spannung stehen könnte. Wasser auf dem Boden in Kombination mit Strom ist lebensgefährlich!
Schritt-für-Schritt-Anleitung bei Wasserschaden:
In Bottrop und Umgebung sind wir von ALBOUSH Elektrotechnik Ihr Ansprechpartner für den E-Check nach Wasserschaden. Wir reagieren schnell und sind in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor Ort.
Die Kosten, die nach einem Wasserschaden für die Elektroinstallation anfallen, hängen stark vom Umfang des Schadens ab. Grundsätzlich lassen sich die Kosten in drei Bereiche unterteilen: den E-Check selbst, eventuelle Reparaturen und die vollständige Erneuerung betroffener Installationsteile.
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| E-Check Wohnung nach Wasserschaden | 150 – 350 € |
| E-Check Einfamilienhaus nach Wasserschaden | 250 – 600 € |
| Austausch einzelner Steckdosen/Schalter | 30 – 80 € pro Stück |
| Erneuerung Verteilerdosen | 50 – 150 € pro Dose |
| Teilerneuerung der Leitungen (pro Raum) | 500 – 2.000 € |
| Komplettsanierung Sicherungskasten | 1.500 – 4.000 € |
Bei der Bewertung der Kosten ist zu bedenken, dass die Versicherung in den meisten Fällen sowohl den E-Check als auch die notwendigen Reparaturen und Erneuerungen übernimmt. Voraussetzung ist eine zeitnahe Schadensmeldung und die Beauftragung eines zertifizierten Fachbetriebs.
Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass die Kosten für einen E-Check und eventuelle Reparaturen im Vergleich zu den potenziellen Folgeschäden durch einen Brand oder Stromschlag verschwindend gering sind. Ein durch fehlerhafte Elektrik verursachter Wohnungsbrand kann Schäden in sechsstelliger Höhe verursachen – ganz abgesehen von der Gefahr für Leib und Leben.
Detaillierte Informationen zu den E-Check Kosten finden Sie auf unserer ausführlichen Kostenseite. Gerne erstellen wir Ihnen auch ein individuelles Angebot – kontaktieren Sie uns einfach.
Nicht nach jedem kleinen Wasserschaden ist ein E-Check zwingend erforderlich. Sobald jedoch Wasser in Kontakt mit elektrischen Leitungen, Steckdosen, Verteilerdosen oder dem Sicherungskasten gekommen ist, ist eine fachgerechte Überprüfung durch einen Elektrofachbetrieb dringend empfohlen und von Versicherungen häufig gefordert.
In den meisten Fällen übernimmt die Gebäude- oder Hausratversicherung die Kosten für den E-Check als Teil der Schadensregulierung. Wichtig ist, dass Sie den Schaden unverzüglich melden und die Prüfung von einem zertifizierten Fachbetrieb durchführen lassen. Bewahren Sie alle Belege und das Prüfprotokoll sorgfältig auf.
Die Elektroinstallation darf erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn ein Elektrofachbetrieb die Anlage geprüft und freigegeben hat. Je nach Ausmaß des Schadens und der Trocknungszeit kann dies einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Feuchtigkeit in Leitungen und Verteilerdosen muss vollständig getrocknet sein.
Typische Anzeichen sind: häufiges Auslösen des FI-Schutzschalters, flackernde Beleuchtung, Verfärbungen an Steckdosen oder Schaltern, Brandgeruch, kribbelndes Gefühl beim Berühren von Geräten, sowie sichtbare Korrosion an elektrischen Kontakten. Bei einem dieser Symptome sollten Sie sofort den Strom abschalten und einen Fachbetrieb kontaktieren.
Die Kosten für einen E-Check nach Wasserschaden variieren je nach Umfang der betroffenen Installation. Für eine Wohnung liegen die Kosten typischerweise zwischen 150 und 350 Euro, für ein Einfamilienhaus zwischen 250 und 600 Euro. Hinzu kommen ggf. Kosten für notwendige Reparaturen oder den Austausch beschädigter Komponenten.
Nach einem Wasserschaden zählt jede Stunde. Kontaktieren Sie uns für einen schnellen E-Check Ihrer Elektroinstallation in Bottrop und Umgebung.
02041 / 723 14 15Geschrieben von
Nawrs Alboush
Elektromeister · Inhaber ALBOUSH Elektrotechnik
Eingetragen bei der Handwerkskammer Münster (Reg.-Nr. 42067539). Führt seit Gründung des Betriebs jeden E-Check und jede DGUV-V3-Prüfung in Bottrop und im Ruhrgebiet persönlich durch – mit Benning Prüfgeräten und nach DIN VDE 0100, 0105-100 und 0701-0702.
Wir prüfen feuchtigkeitsbelastete Elektroinstallationen vollständig – Isolationswiderstand, Schutzleiter, RCD-Funktion. Das ist auch Voraussetzung für die Versicherungserstattung.
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