RCD, Riso, Schleifenimpedanz, NA-Schutz — wir übersetzen die Fachsprache der Elektroprüfung in klare Definitionen. Mit Grenzwerten und Verlinkungen in den Ratgeber-Cluster.
53Treffer
ATEX-Zonen
Normen & Vorschriften
Bereiche mit explosionsfähiger Atmosphäre — z. B. Tankstellen, Mehl-Silos, Lackieranlagen. Spezielle Ex-geschützte Betriebsmittel Pflicht.
ATEX teilt Bereiche nach Zündungs-Wahrscheinlichkeit ein: Zone 0/1/2 für Gase, Zone 20/21/22 für Stäube. In Tankstellen-Tankraum gilt Zone 1, in Mehl-Silos meist Zone 22. Elektrische Betriebsmittel müssen mit Ex-Kennzeichnung (z. B. Ex II 2G Ex d IIB T4) zugelassen sein. Wir prüfen die elektrische Sicherheit nach DGUV V3, die Ex-spezifische Prüfung übernehmen separat zertifizierte Ex-Sachverständige.
Auch: Ex-Schutz, Explosionsschutz, Ex-Zone
Auslösezeit (tN)
tN
Messgrößen & Werte
Wie schnell der FI-Schutzschalter im Fehlerfall abschaltet. Grenzwert: < 200 ms bei IΔN, < 40 ms bei 5×IΔN.
Wert: < 200 ms bei IΔN, < 40 ms bei 5×IΔN
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Beim E-Check wird der RCD mit Nennfehlerstrom (IΔN, typisch 30 mA) und mit fünffachem Strom geprüft. Die Auslösezeit muss unter den Grenzwerten liegen, damit Personen im Stromschlag-Fall keinen gefährlichen Stromfluss durch den Körper haben. Längere Auslösezeiten deuten auf einen verschlissenen oder defekten RCD hin.
Auch: RCD-Auslösezeit, Tripping Time
Berufsgenossenschaft (BG)
BG
Recht & Pflichten
Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für gewerbliche Beschäftigte. Kontrolliert Arbeitsschutz und greift im Schadensfall ein — kann anschließend regressieren.
Wert: SGB VII
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Je nach Branche ist eine andere BG zuständig: BG ETEM (Elektro, Energie), BGHM (Holz/Metall), BGN (Nahrung/Gastgewerbe), BGW (Gesundheit), BGHW (Handel/Logistik), BG Verkehr, VBG. Pflichtmitglied ist jeder gewerbliche Arbeitgeber. Bei groben Verstößen droht Regress nach §§ 110/111 SGB VII — direkt gegen den Geschäftsführer persönlich.
Auch: Unfallversicherungsträger gewerblich
Berührungsspannung (Uc)
Uc
Messgrößen & Werte
Spannung, die im Fehlerfall am Gehäuse eines Geräts gegen Erde anliegt. Grenzwert: ≤ 50 V AC.
Wert: ≤ 50 V AC (DIN VDE 0100-410)
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Im Fehlerfall fließt ein Teilstrom durch den Schutzleiter zur Erde. Der dabei entstehende Spannungsabfall am Schutzleiter ist die Berührungsspannung Uc. Sie darf 50 V Wechselspannung (bzw. 120 V Gleichspannung) nicht überschreiten — höhere Werte sind für Personen lebensgefährlich. Wird beim RCD-Test gleichzeitig gemessen.
Auch: Touch Voltage, Contact Voltage
BetrSichV
BetrSichV
Recht & Pflichten
Verordnung für die Bereitstellung und Nutzung von Arbeitsmitteln. Verlangt Gefährdungsbeurteilung und Prüfungen durch befähigte Personen.
Wert: BetrSichV §§ 3, 14, Anhang 1–3
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Die BetrSichV setzt EU-Arbeitsschutz-Richtlinien in deutsches Recht um. § 3 verlangt die Gefährdungsbeurteilung, § 14 die Prüfung durch befähigte Personen, Anhänge 1–3 listen spezielle Anlagen (Aufzüge, Druckanlagen, Tankstellen). Für die Elektrik konkretisiert sie die DGUV V3.
Auch: Betriebssicherheitsverordnung
Bypass-Diode
Photovoltaik
Diode in jedem PV-Modul, die einzelne verschattete Zellengruppen elektrisch überbrückt — verhindert Hot-Spots.
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Wenn eine Solarzelle verschattet wird (Blatt, Vogeldreck, Schnee), würde sie als Verbraucher fungieren und sich extrem erhitzen (Hot-Spot, Brandrisiko). Die Bypass-Diode leitet den Strom bei Verschattung an dieser Zellengruppe vorbei. Defekte Bypass-Dioden sind in der I-V-Kennlinie als Stufe sichtbar.
Auch: Schutzdiode, Modul-Diode
DGUV Vorschrift 3
DGUV V3
Normen & Vorschriften
Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel — verpflichtet jeden Arbeitgeber zur regelmäßigen Prüfung.
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Die DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) macht den Arbeitgeber haftbar für die Sicherheit aller elektrischen Anlagen und Geräte am Arbeitsplatz. Konkrete Prüfintervalle ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung — typisch 4 Jahre bei Anlagen, 6–24 Monate bei ortsveränderlichen Geräten. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 10 000 € und persönliche Haftung im Schadensfall.
Misst den Schutzleiterstrom im laufenden Betrieb über eine Stromzange — Alternative zur Schutzleiter-Trennmessung.
Wert: DIN VDE 0701-0702
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Bei manchen Geräten (z. B. mit eingebauten Netzfiltern oder USV) ist die normale Schutzleitermessung nicht aussagekräftig. Die Differenzstrom-Methode summiert L1, L2, L3 und N — die Differenz ist der Strom, der über den PE abfließt. Grenzwert wie bei IPE: < 3,5 mA für Schutzklasse I.
Auch: IΔ-Messung, Schutzleiterstrom alternativ
DIN EN 62446
Photovoltaik
Europäische Norm für Erst- und Wiederholungsprüfung von Photovoltaik-Anlagen.
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Die DIN EN 62446-1 ergänzt VDE 0100-712 und 0100-600 um PV-spezifische Prüfungen: Polaritätsprüfung der DC-Anschlüsse, Leerlaufspannung Uoc je Strang, Kurzschlussstrom Isc, Isolationsmessung mit 1 000 V Prüfspannung und auf Wunsch I-V-Kennlinien. Empfohlene Wiederholung alle 4 Jahre.
Norm für die Erstprüfung neuer elektrischer Anlagen vor Inbetriebnahme. Schreibt Sichtprüfung, Messungen und Erprobung vor.
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Jede neu errichtete Niederspannungsanlage muss vor Inbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600 geprüft werden. Pflichtmessungen: Schutzleiterdurchgängigkeit, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Funktion, Spannungsfall, Drehfeldrichtung. Voraussetzung für die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Norm für den Betrieb elektrischer Anlagen — regelt die wiederkehrende Prüfung in 4-Jahres-Intervallen (Wohnung).
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Während VDE 0100-600 die Erstprüfung regelt, deckt VDE 0105-100 den laufenden Betrieb ab: Wer prüft (Elektrofachkraft), wie oft (Risikobeurteilung), welche Messungen, wie wird dokumentiert. Grundlage für den E-Check bei Wiederholungsprüfungen alle 4 Jahre in Wohnungen.
Norm für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte. Definiert Messungen je Schutzklasse: RPE, RISO, IPE/IBer.
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Verbindlich für Arbeitgeber im Rahmen der DGUV V3. Die Norm legt fest: Sichtprüfung jedes Geräts, Schutzleitermessung bei Klasse I, Isolationsmessung bei allen Schutzklassen, Ableitstrommessung. Ergebnisse werden in einem Prüfbericht je Gerät dokumentiert, das Gerät erhält eine Prüfplakette mit dem nächsten Termin.
Markenprüfung des E-Handwerks nach DIN VDE 0100-600 / 0105-100 — dokumentiert den Sicherheitszustand einer Elektroinstallation.
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Der E-Check® ist eine vom ZVEH (Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke) eingeführte Marke. Inhaltlich entspricht er der Wiederholungsprüfung nach VDE 0105-100 plus DGUV-V3-konformer Dokumentation. Ergebnis: Prüfbericht + E-Check-Plakette als Sicherheitsnachweis gegenüber Versicherungen und Behörden.
Grün-gelber Leiter, der Geräte-Gehäuse mit der Erde verbindet — leitet Fehlerströme ab und ermöglicht den FI-Schutz.
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Der Schutzleiter ist sicherheitstechnisch der wichtigste Leiter im Haus. In modernen Installationen ist er als dritter Leiter in jeder Steckdose vorhanden. In Altbauten (vor 1973) fehlt er oft komplett — Steckdosen haben dann nur zwei Pole, Schutzleiter-Funktion fehlt. Eine Nachrüstung ist meist möglich, aber aufwendig (Wandschlitze).
Widerstand zwischen Erder und Erdreich. Bei TT-Netzen kritisch für die Abschaltbedingung — Empfehlung max. 50 Ω.
Wert: RA · IΔn ≤ 50 V (TT-Netz)
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Der Erdungswiderstand bestimmt, wie gut Fehlerströme ins Erdreich abfließen. Gemessen wird mit einem Erdungsmessgerät (Strom-Spannungs-Verfahren mit Sonden). Werte: idealerweise unter 10 Ω, im TT-Netz typischer Grenzwert 50 Ω (damit RA · IΔn < 50 V). Bei trockenem Boden oder älteren Banderdern können Werte schleichend ansteigen.
Auch: Erderwiderstand, Re
Erstprüfung
Normen & Vorschriften
Prüfung einer neu errichteten elektrischen Anlage VOR Inbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600 — gesetzlich vorgeschrieben.
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Jede neue Anlage (Neubau, Umbau, Erweiterung) muss vor erster Inbetriebnahme erstgeprüft werden. Bei Photovoltaik kommt DIN EN 62446 dazu. Die Erstprüfung ist Voraussetzung für die Netzbetreiber-Anmeldung und für die Bauabnahme. Empfehlung: durch unabhängigen Fachbetrieb (nicht durch den Installateur selbst), um Mängel zu finden.
Pflicht für jeden Arbeitgeber nach § 5 ArbSchG — Identifikation und Bewertung aller Risiken am Arbeitsplatz, einschließlich Elektrik.
Wert: § 5 ArbSchG, TRBS 1111
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Die Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage für alle Schutzmaßnahmen im Betrieb. Sie muss schriftlich dokumentiert, regelmäßig aktualisiert (mindestens jährlich oder bei Änderungen) und allen Mitarbeitern zugänglich sein. Für die Elektrik leitet sie die konkreten Prüfintervalle nach DGUV V3 ab — keine pauschale Frist, sondern angepasst an Umgebung, Beanspruchung, Nutzung.
Auch: GBU, Risikoanalyse Arbeitsschutz
Hot-Spot
Photovoltaik
Lokal überhitzte Stelle auf einem PV-Modul — kann zu Glasbruch, Delaminierung und Brand führen.
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Ursachen für Hot-Spots: dauerhafte Verschattung mit defekter Bypass-Diode, Mikrorisse durch Hagel, Verschmutzung, Zellbrüche. Erkennbar visuell durch Verfärbungen oder mittels Thermografie-Drohne. Im Anfangsstadium kein Sicherheitsproblem, aber Ertragsminderung — bei fortgeschrittenem Hot-Spot Brandgefahr.
Auch: Heißpunkt, Modul-Brennpunkt
I-V-Kennlinien-Messung
Photovoltaik
Aufzeichnung der vollständigen Strom-Spannungs-Kurve eines PV-Moduls — erkennt defekte Bypass-Dioden und Hot-Spots zuverlässig.
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Während die Standard-PV-Prüfung nur Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom misst (zwei Punkte der Kurve), zeichnet die I-V-Messung die komplette Kennlinie auf. Stufen in der Kurve weisen auf ausgefallene Bypass-Dioden hin, ein abgeflachter Maximum Power Point auf Verschmutzung oder Modulalterung. Aufpreis 200–400 € zur Standard-Wiederholungsprüfung.
Misst, wie gut Stromleiter gegeneinander und gegen Erde isoliert sind. Grenzwert ≥ 1,0 MΩ bei 500 V Prüfspannung.
Wert: ≥ 1,0 MΩ (DIN VDE 0100-600)
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Beim E-Check legt der Prüfer 500 V Gleichspannung zwischen Außen- und Neutralleiter (bzw. Schutzleiter) an und misst den Widerstand. Werte deutlich oberhalb von 1 MΩ (oft > 999 MΩ bei intakter Installation) bedeuten: keine Leckströme, kein Kurzschlussrisiko durch beschädigte Isolierung. Niedrige Werte deuten auf feuchte Leitungen, defekte Isolierung oder Aderbruch hin.
Auch: Isolationsmessung, R iso, Insulation Resistance
Isoliertes Netz ohne direkten Erdbezug. Bei einem Fehler keine sofortige Abschaltung — Anwendung in OPs, Industrie, Bergbau.
Wert: DIN VDE 0100-710 (Med), DIN VDE 0100-410
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Im IT-Netz ist der Sternpunkt nicht direkt geerdet. Vorteil: bei einem ersten Fehler bleibt die Anlage in Betrieb, ein Isolationsüberwachungsgerät meldet die Störung. Wichtig für sicherheitskritische Bereiche wie OPs (DIN VDE 0100-710 Gruppe 2) oder Anlagen, in denen ein plötzlicher Stromausfall gefährlicher wäre als der erste Fehler selbst.
Kurzschlussstrom (Ipsc)
Ipsc
Messgrößen & Werte
Theoretischer Stromfluss bei einem direkten Kurzschluss am Messpunkt — entscheidet über die rechtzeitige Sicherungs-Auslösung.
Wert: Ipsc ≥ Ia (z. B. 206,9 A bei NV 16 A)
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Aus der Schleifenimpedanz Z und der Netzspannung wird Ipsc berechnet (230 V / Z). Eine 16-A-NV-Sicherung benötigt rund 207 A, um in 0,4 Sekunden auszulösen. Liegt Ipsc darunter, fließt im Fehlerfall zu wenig Strom — die Sicherung schaltet zu langsam ab.
Auch: Prospective Short Circuit Current, Ik
Ladestation Mode 1–4
Wallbox & E-Mobility
Vier Lademodi für Elektrofahrzeuge nach IEC 61851. Mode 3 (Wallbox) und Mode 4 (Schnellladung) sind die heutigen Standards.
Wert: IEC 61851, DIN VDE 0100-722
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Mode 1 (Schuko) ist veraltet, Mode 2 (Notladekabel mit ICCB-Box) nur für Übergangssituationen, Mode 3 ist die feste Wallbox mit AC-Laden bis 22 kW, Mode 4 die DC-Schnellladung an Hyperchargern. Wir installieren und prüfen Mode-3-Wallboxen — beim Hausanschluss reicht ein einphasiger Anschluss für 11 kW oft nicht, dreiphasige Verkabelung mit FI Typ A-EV ist Standard.
Auch: Lademodi, Mode 2, Mode 3, Mode 4, IEC 61851
Lastmanagement
Wallbox & E-Mobility
System, das die Wallbox-Ladeleistung dynamisch an den verfügbaren Hausanschluss anpasst — verhindert Überlastung.
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Bei begrenztem Hausanschluss (z. B. 35 A) reicht die Reserve oft nicht für die volle Wallbox-Leistung gleichzeitig mit Wärmepumpe + Herd. Ein Lastmanagement misst den aktuellen Verbrauch und reduziert die Wallbox-Leistung bei Bedarf. Statisch (feste Begrenzung) oder dynamisch (echtzeit-geregelt). Für Wallboxen über 12 kW oft vom Netzbetreiber gefordert.
Erkennt gefährliche Lichtbögen in der Elektroinstallation (z. B. lose Klemme) und schaltet ab — verhindert Schwelbrände.
Wert: DIN VDE 0100-420 (2019)
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AFDDs werden im Verteiler vor besonders brandgefährdeten Stromkreisen (Schlafräume, Holz-Bau, Pflegeheim) eingebaut. Sie analysieren die Stromform und erkennen serielle oder parallele Lichtbögen, die von Sicherungen und FIs nicht erkannt werden. Empfehlung seit DIN VDE 0100-420 Ausgabe 2019; in Pflegeeinrichtungen, Kitas, Holz-Baracken faktisch Standard.
Industriestandard-Steckverbinder für DC-Verkabelung von PV-Modulen. Hauptursache von Hot-Spots bei gemischten Herstellern.
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MC4 (Multi-Contact, 4 mm² Kontakt) ist der weltweite Standard für PV-DC-Verbindungen. Wichtig: Stecker und Kupplung müssen vom gleichen Hersteller stammen. Mischen verschiedener „MC4-kompatibler" Marken führt zu erhöhtem Übergangswiderstand → Erwärmung → Lichtbogen → Brand. Im Prüfbericht Anlass für sofortige Mängelbeseitigung.
Reihenschaltung mehrerer PV-Module — addiert Spannungen, behält den Strom des schwächsten Moduls.
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Eine PV-Anlage besteht aus mehreren Strängen. Jeder Strang führt typisch 600–1 000 V DC bei 8–10 A. Beim Prüfen wird jeder Strang separat gemessen (Uoc, Isc, Riso). Asymmetrien zwischen Strängen mit gleichem Aufbau weisen auf Defekte einzelner Module hin.
Auch: PV-String, Reihe, Module-String
MPBetreibV
MPBetreibV
Recht & Pflichten
Vorschrift für Betreiber von Medizinprodukten — regelt sicherheits- und messtechnische Kontrollen (STK / MTK).
Wert: MPBetreibV §§ 4–11
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In Arztpraxen, Kliniken, Pflegeheimen unterliegen Medizinprodukte (Röntgen, EKG, Defibrillator, Beatmungsgerät) zusätzlich zur DGUV V3 der MPBetreibV. Pflicht: STK (sicherheitstechnische Kontrolle) für aktive Medizinprodukte alle 2 Jahre, MTK (messtechnische Kontrolle) je nach Gerät. DGUV V3 prüft die Elektrosicherheit, MPBetreibV die Funktionssicherheit — beide Pflichten gelten parallel.
Auch: Medizinprodukte-Betreiberverordnung
NA-Schutz
NA
Photovoltaik
Schutzgerät zwischen PV-Anlage und Stromnetz, das die Anlage bei Netzfehlern automatisch trennt. Tausch alle 7–8 Jahre Pflicht.
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Der Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 verhindert, dass eine PV-Anlage bei einem Netzfehler weiter einspeist (Inselbildung). Er überwacht Spannung und Frequenz und trennt die Anlage in Millisekunden. Hersteller geben eine Lebensdauer von 7–8 Jahren an — danach driftet die Reaktionszeit. Ohne aktuellen NA-Schutz blockiert der Netzbetreiber die Einspeisung.
Auch: Netz- und Anlagenschutz, ENS, Anti-Islanding
Strombegrenzungs-Schmelzsicherung — schaltet bei Überlast oder Kurzschluss durch Schmelzen des Sicherungsdrahtes ab.
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NV (= Niederspannung, im Englischen LV) bezeichnet Sicherungen für Stromkreise bis 1 000 V. Sie sind robust und haben hohe Schaltleistungen, erfordern aber definierte Auslöse-Ströme im Schaltpunkt. Im modernen Wohnungsbau überwiegend ersetzt durch Leitungsschutzschalter (LS-Schalter / MCB), aber in der Hausanschluss-Säule und in Industrieanlagen weiterhin Standard.
Die DGUV V3 unterscheidet beide Typen, weil unterschiedliche Normen und Prüffristen gelten: ortsfeste Anlagen werden nach DIN VDE 0105-100 / 0100-600 alle 4 Jahre geprüft, ortsveränderliche Geräte nach DIN VDE 0701-0702 je nach Nutzung alle 6–24 Monate. Im selben Betrieb laufen beide Prüfungen parallel.
Schriftliche Übertragung von Arbeitsschutz-Pflichten vom Geschäftsführer auf eine qualifizierte Person — entlastet die GF-Haftung.
Wert: § 13 ArbSchG
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Nach § 13 ArbSchG kann der Geschäftsführer Pflichten auf zuverlässige, fachkundige Personen übertragen — typisch auf den Betriebsleiter. Voraussetzungen: Schriftform, konkrete Aufgaben-Beschreibung, ausreichende Befugnisse und Mittel, nachgewiesene Fachkunde. Fehlt eines davon, ist die Übertragung unwirksam und der GF haftet weiterhin direkt.
Verbindet alle metallenen Leitungen (Wasser, Heizung, Gas) und den Schutzleiter, damit im Fehlerfall keine Spannungsdifferenz auftritt.
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Im Hausanschlussraum werden alle einkommenden Metallrohre (Wasser, Gas, Fernwärme) und die Haupt-Schutzschiene mit der Erdungsanlage verbunden. So entsteht ein einheitliches Potential — wenn jemand Wasserhahn und Heizkörper gleichzeitig berührt, fließt kein Strom. Pflicht in jedem Wohngebäude. Wird beim E-Check sichtgeprüft.
NRW-Landesförderung für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern und Gewerbe — bis zu 1 500 € pro Ladepunkt.
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Das Programm „progres.nrw – Markteinführung" fördert Wallboxen für Mehrparteiengebäude, gewerbliche Flotten und öffentliche Ladepunkte. Die Bezirksregierung Arnsberg wickelt es ab. Wichtig: Antrag VOR Auftragserteilung, sonst Förderausschluss. Konditionen ändern sich regelmäßig.
Aufkleber am geprüften Gerät / Verteiler mit dem Datum der nächsten fälligen Prüfung und der Prüfer-Kennung.
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Nach jeder DGUV-V3-Geräteprüfung wird eine Plakette angebracht, aus der das Datum der nächsten Prüfung sofort ersichtlich ist (typisch farbcodiert pro Jahr). Bei Anlagen-E-Checks gibt es die E-Check-Plakette am Sicherungskasten. Sichtbarer Nachweis für Versicherungen, Berufsgenossenschaft und Aufsichtsbehörden.
Auch: E-Check-Plakette, Prüf-Sticker
Prüfplakette
Normen & Vorschriften
Sichtbarer Aufkleber am geprüften Gerät mit Datum der Prüfung und nächstem fälligen Termin. Pflicht-Bestandteil der DGUV-V3-Doku.
Wert: DGUV V3 § 3 Abs. 1, DIN 31051
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Die Plakette zeigt auf einen Blick: wer hat geprüft, wann, wann ist die nächste Prüfung fällig. Für Aufsichtsbeamte und für die eigene Inventur entscheidend. Farben sind nicht normiert, aber häufig: Grün = bestanden, Gelb = nächste Prüfung fällig, Rot = Mangel/Sperrung. Wir liefern Plaketten standardmäßig mit QR-Code, der zum digitalen Prüfprotokoll führt.
Auch: Prüfaufkleber, DGUV-Plakette
RCD (FI-Schutzschalter)
RCD
Schutz & Komponenten
Schalter, der bei einem Fehlerstrom (z. B. durch defektes Gerät oder Stromschlag) den Stromkreis innerhalb von Millisekunden abschaltet.
Wert: Auslösestrom 30 mA (Personenschutz) / 300 mA (Brandschutz)
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Der Fehlerstrom-Schutzschalter (englisch RCD = Residual Current Device) erkennt, wenn Strom an einer fehlerhaften Stelle in den Schutzleiter oder in eine Person abfließt. Er trennt den betroffenen Stromkreis dann blitzartig (typisch < 200 ms bei Nennfehlerstrom 30 mA) und schützt so vor Stromschlag und Brand. Pflicht in Bädern, Küchen, Außenbereichen und seit 2007 in allen Steckdosenstromkreisen von Neubauten.
Auch: FI-Schalter, Fehlerstrom-Schutzschalter, Residual Current Device
Spezielle FI-Schutzschalter für Wallboxen, die auch Gleichstrom-Fehlerströme erkennen — Standard-Typ A reicht nicht.
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Elektroautos arbeiten intern mit Gleichstrom. Im Fehlerfall kann ein DC-Fehlerstrom in die Hausinstallation gelangen, den ein normaler Typ-A-FI nicht erkennt. Pflicht laut DIN VDE 0100-722 ist deshalb ein Typ A-EV (mit integrierter DC-Fehlerstromüberwachung 6 mA) oder Typ B (allstromsensitiv). Manche Wallboxen haben den DC-Schutz bereits eingebaut — dann genügt extern ein Typ A.
Gesamtwiderstand der Fehlerstromschleife — entscheidend dafür, ob im Fehlerfall genug Strom fließt, damit die Sicherung abschaltet.
Wert: Ipsc ≥ Ia der Sicherung (z. B. 206,9 A bei NV 16 A)
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Die Schleifenimpedanz Z umfasst alle Widerstände vom Trafo über das Stromnetz, durch die Hausinstallation bis zum Fehlerort und über den Schutzleiter zurück. Sie bestimmt, wie hoch der Kurzschlussstrom Ipsc im Fehlerfall ist (Ipsc = 230 V / Z). Nur wenn Ipsc den Auslösestrom Ia der Sicherung erreicht, schaltet diese rechtzeitig ab. Typische Werte in Wohnungen: 0,2 – 1,5 Ω.
Klassifikation, wie ein Gerät vor Stromschlag schützt. Klasse I: Schutzleiter. Klasse II: doppelte Isolierung. Klasse III: Kleinspannung.
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Klasse I (z. B. Waschmaschinen): Metallgehäuse ist über den Schutzleiter geerdet — RCD muss vorhanden sein. Klasse II (z. B. Föhn, Bohrmaschine): doppelt isoliert, kein Schutzleiter — Symbol Doppel-Quadrat. Klasse III: arbeitet mit Schutzkleinspannung ≤ 50 V — kein Stromschlagrisiko (z. B. Modellbahn). Die Schutzklasse bestimmt, welche Messungen bei der DGUV-V3-Prüfung erforderlich sind.
Strom, der über den Schutzleiter (Klasse I) bzw. das Gehäuse (Klasse II) abfließt. Grenzwert IPE ≤ 3,5 mA, IBer ≤ 0,5 mA.
Wert: IPE ≤ 3,5 mA · IBer ≤ 0,5 mA
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Jedes elektrische Gerät hat einen geringen Ableitstrom durch Bauteile und EMV-Filter. Liegt er zu hoch, weist das auf einen beginnenden Isolationsfehler hin. Bei Klasse-I-Geräten misst man IPE durch den Schutzleiter, bei Klasse-II-Geräten IBer am berührbaren Gehäuse. Geräte mit IBer > 0,5 mA dürfen nicht mehr betrieben werden.
Auch: Ableitstrom, Leakage Current
Schutzleiterwiderstand (RPE)
RPE
Messgrößen & Werte
Misst bei Klasse-I-Geräten die Erdverbindung vom Gehäuse zur Steckdose. Grenzwert ≤ 0,3 Ω laut DIN VDE 0701-0702.
Wert: ≤ 0,3 Ω (DIN VDE 0701-0702)
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Bei der DGUV-V3-Prüfung ortsveränderlicher Geräte muss bei Klasse-I-Geräten (mit Schutzleiter) die Verbindung vom Geräte-Gehäuse über das Anschlusskabel zum Schutzkontakt der Steckdose niederohmig sein. Werte über 0,3 Ω (bei längeren Kabeln 0,1 Ω/m + 0,3 Ω) deuten auf einen unterbrochenen oder schlechten Schutzleiter hin — im Fehlerfall liegt dann Berührungsspannung am Gehäuse an.
Beratender Mitarbeiter ohne Weisungsbefugnis, Pflicht ab 20 Mitarbeitern. Unterstützt Arbeitgeber bei Unfallverhütung, übernimmt aber keine Verantwortung.
Wert: § 22 SGB VII, DGUV V1 § 20
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Der Sicherheitsbeauftragte nach § 22 SGB VII ist eine interne Stabsrolle — er beobachtet, meldet Mängel, berät die Geschäftsführung. Im Unterschied zur Pflichtenübertragung gibt es keinen Haftungsübergang. Wer ihn mit „Verantwortlichem für die Elektrik" verwechselt, hat ein Haftungsproblem.
Auch: SBO, Sifa-Unterstützer
Spannungsfall (ΔU)
ΔU
Messgrößen & Werte
Wie stark die Spannung von der Verteilung bis zum Verbraucher absinkt. Grenzwert ≤ 3 % (Beleuchtung) bzw. ≤ 5 % (sonstige Stromkreise).
Lange Leitungen, dünne Querschnitte und hohe Lasten verursachen Spannungsfall. Ist ΔU zu hoch, leuchten Lampen schwächer, Heizgeräte erreichen ihre Leistung nicht und Motoren laufen ineffizient. Beim E-Check wird der Spannungsfall pro Stromkreis geprüft. Bei alten Installationen mit unterdimensionierten Leitungen ein häufiger Mangel.
Auch: Voltage Drop, Delta U
STK & MTK
STK/MTK
Recht & Pflichten
Spezielle Prüfungen für aktive Medizinprodukte nach MPBetreibV — Pflicht für Arztpraxen, Kliniken, Pflegeheime. Zusätzlich zur DGUV V3.
Wert: MPBetreibV § 11
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STK prüft die sicherheitstechnische Funktion aktiver Medizinprodukte (Defibrillator, Beatmungsgerät, EKG) alle 2 Jahre. MTK prüft messtechnische Genauigkeit (Bauteile mit Mess- oder Anzeigefunktion) je nach Gerät 1–5 Jahre. Wir koordinieren auf Wunsch DGUV-V3-Prüfung und STK/MTK in einem Termin — getrennte Prüfprotokolle, geringerer Aufwand für die Praxis.
Häufigste Netzform in Deutschland: Schutzleiter wird direkt vom Trafo geführt. Auslösebedingung für RCD und Sicherungen schnell erreichbar.
Wert: DIN VDE 0100-410
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Im TN-Netz ist der Neutralleiter am Trafo geerdet. Drei Varianten: TN-C (PEN-Leiter, alte Installation), TN-S (getrennter PE und N, moderner Standard), TN-C-S (Mischform mit Aufteilung im Verteiler). Bei Fehlern fließt der Fehlerstrom über den Schutzleiter zurück und löst die Vorsicherung ab — schnelle Abschaltung, hoher Personenschutz.
Auch: TN-C-Netz, TN-S-Netz, TN-C-S-Netz, Nullung
TT-Netz
Schutz & Komponenten
Netzform mit separaten Erdern für Trafo und Verbraucher. Häufig in ländlichen Bereichen und älteren Hausanschlüssen — RCD-Pflicht.
Wert: DIN VDE 0100-410
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Im TT-Netz hat der Trafo seinen eigenen Erder, der Verbraucher (Ihr Haus) hat einen eigenen Erder. Die Schleifenimpedanz ist meist zu hoch, um eine Sicherung im Fehlerfall sicher auszulösen — deshalb ist RCD-Schutz im TT-Netz Pflicht. Wir erkennen TT-Netze an der Erdungs-Anordnung im Zählerschrank.
Überspannungsschutz (SPD)
SPD
Schutz & Komponenten
Geräte, die Spannungsspitzen (z. B. nach Blitzeinschlag) in den Schutzleiter ableiten und elektronische Verbraucher schützen.
Wert: DIN VDE 0100-443 / -534
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SPDs gibt es in drei Typen: Typ 1 (Blitzstromableiter, im Hauptverteiler, bei äußerem Blitzschutz Pflicht), Typ 2 (Überspannungsableiter, im Verteiler, Standard für Hausanschluss), Typ 3 (Feinschutz an der Steckdose, vor empfindlichen Geräten). Seit Oktober 2016 ist Überspannungsschutz in Neubauten Pflicht (DIN VDE 0100-443/-534).
Auch: Surge Protective Device, Ableiter, Blitzschutz innen
Unfallkasse (GUV)
GUV
Recht & Pflichten
Pendant zur Berufsgenossenschaft für den öffentlichen Bereich: Kommunen, Schulen, Kitas, Feuerwehr, ehrenamtliche Helfer.
Wert: SGB VII §§ 116, 128
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Im öffentlichen Sektor ist nicht die BG, sondern die Unfallkasse zuständig — im Ruhrgebiet die Unfallkasse NRW. Sie deckt Mitarbeiter von Verwaltung, Bauhof, Schulen und Kitas. Auch Schüler und ehrenamtliche Helfer sind versichert. Bei Schulen liegt die Trägerverantwortung beim Schulträger (Stadt/Kreis), nicht bei der Schulleitung.
Auch: Gesetzliche Unfallversicherung öffentlich, UK NRW
VDE-AR-N 4105
Normen & Vorschriften
Anwendungsregel für den Anschluss von Erzeugungsanlagen ans Niederspannungsnetz — gilt für PV, Wallboxen, BHKW.
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Definiert technische Anforderungen für die Einspeisung in das öffentliche Niederspannungsnetz: NA-Schutz-Eigenschaften, Kommunikationsschnittstellen, Wirkleistungsbegrenzung. Die 2018er Aktualisierung machte ältere NA-Schutz-Geräte unzulässig. Wallboxen ab 4,2 kW können als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG angemeldet werden.
Pflicht des Eigentümers/Vermieters, sein Gebäude in einem für Mieter und Besucher gefahrlosen Zustand zu halten.
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Aus § 836 BGB und gefestigter BGH-Rechtsprechung ergibt sich, dass Vermieter regelmäßig prüfen müssen, ob die elektrische Anlage gefahrlos ist. Eine konkrete gesetzliche Pflicht zum E-Check gibt es zwar nicht, aber im Schadensfall (Brand, Verletzung) prüft das Gericht: Hat der Vermieter alles Zumutbare getan? Der E-Check ist der anerkannte Nachweis der Pflichterfüllung.
Wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom um. Herzstück jeder PV-Anlage — eigenes Prüfregime nach DIN EN 62446.
Wert: DIN EN 62446-1, VDE-AR-N 4105
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String-Wechselrichter sammeln den Strom mehrerer Module zentral; Mikrowechselrichter sitzen pro Modul. Letztere haben Vorteile bei Verschattung, sind aber wartungsintensiver. Prüfung erfordert DC- und AC-seitige Messung, Funktionsprüfung des NA-Schutzes nach VDE-AR-N 4105 sowie Isolations- und Schleifenimpedanz-Tests AC-seitig.
Regelmäßige Folge-Prüfung einer bestehenden Anlage nach DIN VDE 0105-100 — Intervalle 1–4 Jahre je nach Nutzung.
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Während die Erstprüfung einmalig erfolgt, sichert die Wiederholungsprüfung den dauerhaften Sicherheitszustand. Intervalle: 4 Jahre Wohnungen / Eigenheime, 4 Jahre Büros, 1 Jahr Baustellen-Verteiler, je nach Gefährdungsbeurteilung kürzer. Vergleich mit den Sollwerten der Erstprüfung erkennt schleichende Verschlechterung.
Eingetragen bei der Handwerkskammer Münster (Reg.-Nr. 42067539). Führt seit Gründung des Betriebs jeden E-Check und jede DGUV-V3-Prüfung in Bottrop und im Ruhrgebiet persönlich durch – mit Benning Prüfgeräten und nach DIN VDE 0100, 0105-100 und 0701-0702.